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Determinismus

Der Determinismus ist eine philosophische Sichtweise, die besagt, dass alles und jedes was auf dieser Welt passiert theoretisch berechenbar ist.
Wie genau Philosophen auf diese Theorie gekommen sind ist mir unbekannt. Aber ich kann euch erzählen wie ich darauf gekommen bin.

Grundsätzlich gehe ich davon aus das alles was wir kenne aus Atomen bestheht. Diese jedoch können nicht aus ihrer Haut und müssen somit physikalischen Regeln folgen. Wenn wir uns nun auch noch vor Augen halten, dass auch unsere Denkprozesse nichts weiter als elektronische Impulse sind, müssen wir unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass auch unsere Denkprozesse rein physikalischen Regeln folgen. Das heißt, alles unterliegt dem „actio et reactio“ Prinzip.
Wir bekommen eine Aktion, einen Impuls, beispielsweise die auf Grün springende Ampel. Dies löst im Gehirn eine Reihe von Prozessen aus, die jedoch alle physikalischen Prinzipien folgen und somit berechenbar sind.

Alles was wir tun, denken oder empfinden lässt sich berechnen. Denn alles unterliegt physikalischen Regeln. Unsere Gefühle sind nichts weiter als Hormone/Botenstoffe und auch deren Wirken und deren Ausschüttung unterliegen physikalischen Regeln. Denn es braucht erst einen -physikalischen Regeln unterlegenen- „Befehl“ vom Gehirn diese Auszulösen.

Viele Gegner des Determinismus sagen, das sei ja alles ganz schön und gut, nur würde in dieser Rechnung die Existenz einer Seele nicht berücksichtigt. Diese Einwand wird jedoch einen Deterministen nicht berühren, da dieser davon ausgeht, dass der Mensch keine Seele besitzt. Diese Erkenntnis leitet sich aus der Biologie und vor allem der Evolutionstheorie ab. Ich werde es am Beispiel der Enstehung eines Kindes erklären.
Zuerst haben wir ein Speermium und eine Eizelle. Diese verschmelzen und bilen eine einzelne Zelle. Ich denke, hier wird mir jeder zustimmen, dass diese eine Zelle noch keine Seele beihnhaltet. Nun, was passiert jetzt? es vollzieht sich die Zellteilung. Immer und immer wieder. Nichts weiter passiert. Die Zellen vermehren sich und formen sich so zum Embryo und weiter zum fertigen Baby. Bei diesem Prozess gibt es keine Schnittstelle, keinen Punkt ab dem man sagen kann, von nun an hat „es“ eine Seele. Sie müsste ja auch während des Teilungsprozesses in den Embry gefahren sein oder während der Zellteilung enstanden sein. Da aber aus nichts nichts enstehen kann, fällt der letzet Punkt weg. Und der andere Punkt ist auch der Einzigste, worüber man sich streiten kann. Ob man nun denkt, dass die Seele „eingesetzt“ wird, hängt davon ab ob man an die Existenz eines Gottes glaubt. Ich tue dies nicht.
Wenn wir nun auch noch nach den Fakt beachten, dass ein Baby die ersten 2 Lebensjahre keinerlei Ich-Bewusstsein hat, also nicht weiß, das es selbst exestiert, wird einem das Nicht-vorhanden sein der Seele sicherlich einleuchten.

Fakt ist auch, dass es viele namenhafte Wissenschaftler gibt, die der Ansicht sind, der Mensch sei nichts weiter als ein Produkt seiner Gene und seiner Umwelt. Die Gene bilden die grundlage auf der der Einfluss der Umwelt aufbaut. Praktisch sind wir als Baby eine Art unbeschriebenes Blatt das erst durch unsere Eindrücke geformt bzw. beschrieben wird.

Nun, was folgt aus der Theorie des Determinismus? Wir Menschen sind nichts weiter als biologische Maschienen. Alles was wir tun und erleben ist von Anbeginn der Zeit vorherbestimmt. Alles ist theoretisch berechenbar. Wenn die Menschheit dies erkennt, wir es sie zwar etwas Selbstbewusstsein kosten, aber dafür sorge tragen dass wir nicht mehr ganz so Arrogant über die Natur nachdenken. Wir werden erkennen, dass alles mit jedem zusammenhängt.

Wer sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen will, dem empfehle ich dringend das Buch „Das egoistische Gen“ von Richard Dawkins sowie die Auseinandersetzung mit der Neurobiologie.

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